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TU Berlin

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Aufruf zur Einreichung von Anträgen für die Etablierung von interdisziplinären Forschergruppen im neuen Interdisziplinären Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS)

Das neue Forschungsgebäude für das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS) steht vor der Fertigstellung Ende 2022 auf dem Ostcampus der TU Berlin in der Fasanenstraße (hinter dem ebenfalls im Bau befindlichen neuen Mathematikgebäude). Das Ziel des vom BMBF geförderten 91b-Forschungsbaus ist es, Raum und Ambiente für produktive interdisziplinäre Forschung zu schaffen, die in zahlreichen Hochtechnologiebereichen – aufbauend auf einer weitgehenden mathematischen Modellbildung und Analyse – konkrete Produkte oder Prozesse mit Methoden der Simulation, Regelung und Optimierung erforscht. 

Es ist geplant, dass zahlreiche interdisziplinäre Forschungsverbünde, wie Sonderforschungsbereiche, Forschergruppen oder Graduiertenschulen zum Thema Modellierung, Simulation und Optimierung im IMoS-Gebäude untergebracht werden. Daher ruft das IMoS - Antragstellerteam alle Fachgebiete der TU Berlin auf, bis zum 20.6.2022 Anträge auf Bildung und Unterbringung von interdisziplinären Forschungsteams zu den Themenschwerpunkten Modellierung, Simulation und Optimierung an die IMoS-Geschäftsstelle per E-Mail zu stellen an: 

Volker Mehrmann (kommissarischer IMoS-Sprecher) 

E-Mail:

Informieren Sie sich zu den Details des Projektaufrufs.

Die Fakultät II trauert um Herrn Prof. Dr. rer. nat. Gerd Heppke

Lupe

Gerd Heppke wurde am 28. Oktober 1939 in Berlin geboren und studierte nach dem Abitur Physik in Berlin und in Freiburg. 1971 promovierte er und erlangte nach der Habilitation 1975 die Lehrbefugnis für das Fach Physikalische Chemie. 1979 wurde er zunächst außerplanmäßiger Professor und 1982 Professor für Physikalische Chemie an der TU Berlin.

In den frühen siebziger Jahren begann Gerd Heppke als Physiker mit der Untersuchung grundlegender Eigenschaften von Flüssigkristallen. Gemeinsam mit Frank Schneider publizierte er Arbeiten zu Ordnungsgradmessungen mittels ESR-Spektroskopie, zu Leitfähigkeitsmessungen, Viskositätskoeffizienten, elastischen Koeffizienten und magnetischen Feldeffekten an nematischen und smektischen Phasen, aber auch zum besonderen Phasenverhalten in Flüssigkristallmischungen, wie etwa induziert smektischen Phasen. Ende der siebziger Jahre stand die Untersuchung außergewöhnlicher Phasendiagramme und deren Verständnis im Mittelpunkt des Interesses, etwa re-entrant nematische und re-entrant smektische Phasen, aber sein Interesse galt auch der Untersuchung chiraler flüssigkristalliner Systeme. So leitete er grundlegende Beziehungen zwischen der Struktur chiraler Dotierstoffe und der Ganghöhe, dem Helixdrehsinn und dem Verdrillungsvermögen in nematischen Flüssigkristallen ab. Gerd Heppke erkannte, wie wichtig die Variation der Molekülparameter war, baute als Physiker mutig ein eigenes Chemielabor auf, und rekrutierte seine Mitarbeiter*innen aus der Chemie. Als er 1984 neu ausgebaute Laborräume im Ernst-Reuter-Haus bezog, war das physikalische Labor nur durch eine Tür vom Chemielabor getrennt bzw. verbunden. Dieser in mehrfacher Hinsicht kurze Weg ermöglichte ihm eine systematische und zugleich spannende Forschung zu Struktur-Eigenschaftsbeziehungen. In den frühen achtziger Jahren beschäftigte sich Gerd Heppke mit dem Verständnis der Blue Phase, einer dreidimensional verdrillten und damit optisch isotropen Struktur und entdeckte bei dielektrischen Untersuchungen die Änderung des Maximums der schmalbandigen Selektivreflexion mit brillanten Farbeffekten, beschrieben in einem seiner insgesamt 19 Patente. In seinem Chemielabor wurden Verbindungen mit außergewöhnlichen Eigenschaften synthetisiert, die bestehende Rekorde brachen, Dotierstoffe mit einer temperaturabhängigen Helixinversion, außergewöhnlich hohem Verdrillungsvermögen oder ferroelektrische Flüssigkristalle mit extrem hoher spontaner Polarisation. Seine Arbeiten reichten von der Theorie der Phasenübergänge bis zu elektrooptischen Anwendungen. Neben den kalamitischen Flüssigkristallen galt sein Interesse auch den diskotischen Flüssigkristallen und deren Verhalten im elektrischen Feld, ebenso wie den „banana-shaped“ Molekülen, die als achirale Moleküle chirale Phasen ausbilden. Die Liste der spektakulären materialwissenschaftlichen und theoretischen Erkenntnisse ließe sich noch fast beliebig fortsetzen. So sollte aber noch erwähnt werden, dass Gerd Heppke über mehrere Dekaden Mitherausgeber der Zeitschrift „Molecular Crystals and Liquid Crystals“ war, ebenso Mitglied des „board of directors“ der Internationalen Flüssigkristallgesellschaft. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit war Gerd Heppke auch ein herausragender Wissenschaftsmanager. So hat er mit Beginn der achtziger Jahre über die Einrichtung eines „Interdisziplinären Forschungsprojektes“ und eines „Universitären Forschungsschwerpunktes“ den Grundstein gelegt für den Sonderforschungsbereich 335 „Anisotrope Fluide“, der von 1987 bis 1998 von der DFG gefördert wurde und in dem er eine zentrale Rolle in der Koordination von ca. 20 Teilprojekten inne hatte. In der Vorwendezeit und nach der Wende 1991 hat er intensive Kontakte zur Martin-Luther-Universität Halle gepflegt und sofort nach der Wende die Arbeitsgruppen der bedeutenden traditionsreichen Flüssigkristallforschung in Halle in den Sonderforschungsbereich eingebunden, was mit erheblichem Aufwand und erheblicher Überzeugungsarbeit gegenüber der DFG verbunden war. Berlin wurde damit zum Zentrum der Flüssigkristallforschung in Deutschland und Ort der Ausrichtungen vieler Kolloquien, Tagungen und Workshops mit hochrangiger internationaler Besetzung.

Gerd Heppke wurde von allen Mitarbeiter*innen seines großen Arbeitskreises und von seinen Kolleg*innen in höchstem Maße geschätzt. Er war ein großer Förderer des wissenschaftlichen Nachwuchses und prägend für seine Mitarbeiter*innen nicht nur wissenschaftlich, sondern auch menschlich. Seine Bürotür stand immer offen und er war jederzeit für alle da, sprudelte vor Ideen und Visionen und war ein warmherziger und großartiger Gesprächspartner für alle großen sowie kleinen Fragen des Seins.

Die Fakultät II, das Institut für Chemie, seine Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen werden Gerd Heppke in Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren. Gerd Heppke starb am 4. Juni 2022 friedlich nach langer schwerer Krankheit.

Coronavirus SARS-CoV-2: Aktuelle Informationen

Bitte nutzen Sie weiterhin bevorzugt die Möglichkeit uns per E-Mail oder telefonisch zu kontaktieren.

Das Dekanat und das Team des Fakultätsservicecenters werden ab 19.04.2022 in Präsenz unter strikter Einhaltung der Hygieneregeln der TU Berlin und mobil arbeiten.

Maskenpflicht in den Gebäuden der TU Berlin

Das Tragen einer Maske ist eine hochwirksame Maßnahme zum Schutz vor einer Infektion für sich selbst wie auch für andere. Deshalb hält die TU Berlin an einer Pflicht zum Tragen von mindestens einer medizinischen Maske (besser FFP2-Maske) in ihren Gebäuden fest.

Hochschulangehörige und Studierende werden darüber hinaus nachdrücklich gebeten:

  • die Hygieneregeln stets anzuwenden,
  • bei Erkältungssymptomen nicht auf dem Campus zu erscheinen,
  • sich regelmäßig zu testen (dies gilt auch für die Geimpften und Genesenen),
  • unmittelbare Kontakte zu vermindern.

Prof. Dr. Olga Smirnova erhält ERC-Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates

Die Fakultät II - Mathematik und Naturwissenschaften gratuliert Prof. Dr. Olga Smirnova herzlich zum Erhalt eines ERC-Advanced Grants des Europäischen Forschungsrates zum Thema „Ultrafast molecular chirality: twisting light to twist electrons on ultrafast time scale“.

Acht der renommierten Advanced Grants des Europäischen Forschungsrats (European Research Council – ERC) mit einer Gesamtfördersumme von bis zu 20 Millionen Euro gehen an Forscher*innen in Berlin. Das gab der ERC am Dienstag, 26. April, bekannt.

Mit diesem Förderinstrument, das eine Fördersumme von jeweils maximal 2,5 Millionen Euro in einer Förderlaufzeit von bis zu 5 Jahren vorsieht, sollen Berliner Pioniervorhaben der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Charité Universitätsmedizin, des Max-Delbrück-Centrum, des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin sowie des Forschungsverbunds Berlin e.V. durchgeführt werden – unter anderem in den Bereichen Humangenetik, Neurowissenschaften und Computergrafik.

Die Grants des ERC sind die höchstdotierten europäischen Forschungsförderungen für Einzelpersonen und zugleich wichtigste europäische Auszeichnung für herausragende Forscher:innen. Sie werden seit 2007 jährlich für die Durchführung von bahnbrechenden Forschungsprojekten vergeben.

Willkommen im Sommersemester 2022

Am 19. April 2022 beginnt die Vorlesungszeit für das Sommersemester 2022 an der TU Berlin.

Wir begrüßen Sie vom 11.-14. April 2022 mit der Woche zum Semesterstart!

Wenden Sie sich an die Expert*innen der TU Berlin, um Ihr Anliegen zum neuen Semester individuell zu klären. In der Woche zum Semesterstart bieten die zentralen Anlaufstellen der Universität erweiterte Sprechzeiten an für alle Studierenden und Neuimmatrikulierten. Eine Übersicht auf der zentralen Webseite zum Semesterstart zeigt Ihnen auf, auf welchem Weg Sie Ihre Anliegen am direktesten besprechen können.

Zum Start ins Studium finden Einführungsveranstaltungen für die jeweiligen Studiengänge und Einführungstage für internationale neuimmatrikulierte Studierende der TU Berlin statt.

Alle Informationen zum Studienstart und zu Studium und Lehre unter Pandemiebedingungen finden Sie auf den zentralen Webseiten. Detaillierte Informationen zu den Lehrveranstaltungen erhalten Sie im Vorlesungsverzeichnis der TU Berlin. 

Hier finden Sie weitergehende Informationen zum Mathematik-Service, der die mathematischen Module für Ingenieur-, Wirtschaftswissenschaften usw. anbietet.

Weiterführende Informationen zum Angebot des Chemie- und des Physik-Service finden Sie bei ISIS (Information System for Instructors and Students).

Sie möchten als Nebenhörer*in an Lehrveranstaltungen der Fakultät II teilnehmen? Informieren Sie sich zur Beantragung einer Nebenhörerschaft und wenden Sie sich mit dem ausgefüllten Formular per E-Mail an marcel.koenig#at#tu-berlin.de.

Lesen Sie bitte regelmäßig die Informationen des Krisenstabs der TU Berlin und die spezifischen Informationen zu den Themen Studium allgemein sowie Prüfungen.

Bitte informieren Sie sich regelmäßig über den neuesten Stand der Bedingungen zu Studium und Lehre unter Pandemiebedingungen, da sich die Informationslage stetig und kurzfristig ändern kann.

Amtsantritte neuberufener Professorinnen und Professoren

Wir begrüßen sehr herzlich

Prof. Dr. Han Sun
Sie vertritt seit dem 15. Februar 2022 das Fachgebiet "Strukturelle Chemische Biologie und Chemieinformatik" am Institut für Chemie.

 

 

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