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TU Berlin

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iGEM 2014: Goldmedaille für erstes und einziges Berliner Team beim weltgrößten Wettbewerb für Synthetische Biologie

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Im Rahmen des Wettbewerbs „International Genetically Engineered Machines“, welcher 2014 sein 10-jähriges Jubiläum feiert, beschäftigten sich über 2.300 Nachwuchsforscher von 245 Universitäten aus 32 verschiedenen Ländern der Welt mit Themen aus dem Bereich der Synthetischen Biologie. In diesem Jahr nahm zum ersten Mal ein Team aus Berlin teil. Die im Rahmen eines Dreivierteljahres an der TU Berlin entstandenen Ergebnisse zum Thema „Remote-controlled Bacteria – iGEM Berlin 2014“ wurden auf der abschließenden Konferenz am Hynes Convention Center in Boston, Massachussetts, vor mehreren tausend Menschen aus aller Welt vorgetragen und mit einer Goldmedaille belohnt.

Ziel des Wettbewerbs war es wie in jedem Jahr, die Datenbank der sogenannten Biobricks zu erweitern. Unter einem Biobrick werden genormte molekulargenetische Bausteine mit neuen Funktionalitäten, die in Modellorganismen wie E. coli o. Ä. eingebracht werden können, verstanden. Durch einen starken internationalisierenden Ansatz sollen beim Wettbewerb innovative Problemlösungsansätze in Hinblick auf Energieeffizienz und -nachhaltigkeit, Umwelt, Nahrung und Ernährung, Gesundheit und Medizin, Informationsprozessierung, Produktion und Anwendung gefunden werden.

An der TU Berlin gab Prof. Dr. Nediljko Budisa durch das Angebot der Modulreihe „iGEM – Synthetische Biologie“ im Wintersemester 2013/14 den Anstoß zur Gründung des ersten Berliner iGEM-Teams. Schnell fand sich um den Masterstudenten Johann Bauerfeind ein interdisziplinäres, enorm engagiertes und kreatives Team aus 18 Studierenden von fünf Berliner Hochschulen, die am Institut für Chemie der TU Berlin in einem eigenen Labor selbstständig forschten und eigene Konzepte entwickelten. Diese wurden in zahlreichen Kooperationen mit namenhaften Instituten wie z. B. dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung und dem Robert-Koch-Institut sowie in Rücksprache mit Dr. Tobias Baumann aus dem Arbeitskreis von Prof. Budisa und mehr als 70 regelmäßigen Teambesprechungen präzisiert und mit Hilfe von Spendengeldern und gesponserten Materialien in die Tat umgesetzt.

Besonders gefreut hat Prof. Budisa, dass die Studierenden seiner Modulreihe erkannt haben, wie wichtig und notwendig die Fähigkeit ist, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und das Wissen verschiedener Gebiete miteinander zu kombinieren um zu einem ganzheitlichen Lösungsansatz zu kommen. So beschränkte sich die Arbeit während des Moduls nicht ausschließlich auf molekularbiologische Experimente im Labor, sondern umfasste die wirtschaftliche Planung des Projektes sowie die Zusammenarbeit mit „DoItYourself“- Biologen, Kommunikations- und Webdesignern, Wissenschaftshistorikern, Medizinern, Künstlern (Fotografie, 3D-Animation, Graffiti) und vielen mehr. So wirkte das Berliner iGEM-Team u. a. in der Dokumentation „Occupy Biology“ der Regisseurin Uta Schindler von der Filmakademie Ludwigsburg und war elementarer Bestandteil des internationalen Workshops Synthetic Biology / DIY Bio der englischen Künstler und Forscher des C-Labs im ArtLaboratory Berlin im September 2014.

In seiner Idee der übergreifenden Forschung durch das motivierte aktuelle Team und deren Erfolg bestätigt, sagte Prof. Budisa bereits die Fortführung der Modulreihe „iGEM – Synthetische Biologie“ am Institut für Chemie der TU Berlin zu.

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