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Zwei neue Emmy-Noether-Nachwuchsgruppen an der Fakultät II!

Die Fakultät II freut sich, mit Timo de Wolff und Johannes Teichert zwei neue Emmy Noether-Nachwuchsgruppenleiter begrüßen zu dürfen. Timo de Wolff arbeitet seit Juli 2017 am Institut für Mathematik an der Schnittstelle zwischen reeller algebraischer Geometrie, nichtlinearer Optimierung und Anwendungsproblemen aus den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Johannes Teichert ist seit 2016 Juniorprofessor an der TU Berlin und kann dank der Emmy-Noether-Förderung seine Arbeitsgruppe am Institut für Chemie im Bereich der Synthesechemie weiter ausbauen.

Timo de Wolff
Lupe

Timo de Wolff promovierte an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main zum Thema „On the Geometry, Topology and Approximation of Amoebas“ bei Thorsten Theobald. Bevor er an die TU Berlin kam, war er Postdoktorand an der Universität des Saarlandes und Visiting Assistant Professor an der Texas A&M University. Der Ausgangspunkt seiner Forschung ist die Untersuchung von Nichtnegativität multivariater, reeller Polynome. Da diese Frage sehr schwierig ist, erfolgt der Nachweis von Nichtnegativität durch Zertifikate, typischerweise Summen von Quadraten (SOS). Diese können durch semidefinite Optimierung (SDP) nachgewiesen werden. SOS/SDP sind allerdings in der Praxis nicht für jedes Problem effizient anwendbar.

Ziel ist deshalb die Etablierung eines neuen Nichtnegativitätzertifikates, Summen nicht negativer Circuitpolynome (SONC), das unabhängig von SOS ist und 2013 von Iliman und de Wolff entwickelt wurde. Er hat bereits gezeigt, dass diese SONC-Zertifikate via geometric programming (GP) und relative entropy programming (REP) berechenbar sind und zum Teil extrem niedrige Laufzeiten besitzen. An der TU Berlin will er diese Zertifikate und die zugehörigen Optimierungsprobleme weiterentwickeln, Software für ihre Anwendung implementieren, und mit ihrer Hilfe Probleme aus der Praxis angreifen.

Link zur Arbeitsgruppe von Timo de Wolff

Johannes Teichert
Lupe

Johannes Teichert promovierte an der Rijksuniversiteit Groningen (Niederlande) bei Ben Feringa zum Thema „Catalytic Asymmetric Synthesis of Heterocycles“. Nach einem Aufenthalt als Postdoc an der ETH Zürich kam er 2013 mit einem Liebig-Stipendium an die TU Berlin. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Entwicklung nachhaltiger katalytischer Reaktionen, einer großen Herausforderungen der aktuellen Synthesechemie. Derartige Umsetzungen bieten den Vorteil, dass gesellschaftlich relevante Verbindungen (wie z.B. Agrochemikalien oder Pharmazeutika) mit wenig oder idealerweise keinem beeinträchtigenden Umwelteinfluss bereitgestellt werden können. Das Ziel seines Forschungsvorhabens ist die Entwicklung H2 -vermittelter reduktiver Bindungsknüpfungsreaktionen mit leicht zugänglichen Katalysatoren der ersten Übergangsmetallreihe (insbesondere Kupfer und Nickel). Durch die Verwendung von Diwasserstoff (H2) sollen sinnvolle Synthesebausteine für die organische Chemie unter minimaler Abfallproduktion zugänglich gemacht werden. Damit soll ein entscheidender Beitrag für die Entwicklung nachhaltiger Synthesemethoden geleistet werden.

Link zur Arbeitsgruppe von Johannes Teichert

 

Die Fakultät II wünscht beiden viel Erfolg bei ihren Arbeiten!

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